Historischer Hafen Brandenburg e.V.

Der Verein präsentiert einmalige touristische Sehenswürdigkeiten aus der Industriegeschichte der Havelstadt. Sie haben die Stadt über die Landesgrenzen bekannt gemacht. In Brandenburg an der Havel befand sich eine der größten und bekanntesten Binnenwerften Deutschlands.
Aus seiner 1867 geschaffenen Schlosserei hat Carl Wiemann 1901 die Maschinenfabrik gegründet. Er erweiterte sie mit einer Eisengießerei und einer Schiffswerft. In der Zeit bis zu ihrer Enteignung 1946 fertigte die Wiemann-Werft ca. 340 Wasserfahrzeuge. Die Schiffe wurden für Auftraggeber in ganz Europa gebaut. Bis zur endgültigen Schließung 1962 kamen noch einmal ca. 350 Schiffe dazu. Mehrheitlich waren das seegehende Schiffe, die auf den europäischen Meeren das Können und den Fleiß der Brandenburger Schiffbauer demonstrierten.
Der Verein bemüht sich, noch vorhandene Schiffe aufzuspüren, zu erwerben, zu restaurieren und dann der Öffentlichkeit vorzustellen. So konnte mit Hilfe von Sponsoren der 1901 in Dienst gestellte Fischdampfer „Lina Marie“ erworben und wieder fahrtüchtig hergerichtet werden. Auch der 1910 gebaute Dampfer „Luise“ ist wieder an seiner Geburtsstätte zu Hause und wird liebevoll restauriert. Beide Schiffe – vor vielen Jahrzehnten bereits mit Dieselmotoren ausgerüstet - sind die Schmuck-stücke im Historischen Hafen an der Jahrtausendbrücke. Daneben sind aber auch noch einige Dampfer im Einsatz. So fährt die 1902 gebaute und der Reederei Bischoff gehörende „Nordstern“ Besucher und Gäste zu den vielen Ausflugszielen der Stadt. In Potsdam fährt der 1905 gebaute „Gustav“ und der überall bekannte „Andreas“ (1944/1947) wird sicher auch bald wieder dabei sein.
Die vereinseigenen Fahrzeuge und auch viele Gastanlieger kommen jedes Jahr am 1. Mai zum Hafenfest des Vereins. An Informationsständen und auch bei Besichtigung der Technik auf den Schiffen geben die Mitglieder des Vereins gern ihr Wissen über die Werft und ihre Erzeugnisse weiter. Sie sind stolz dazu beizutragen, daß die Geschichte der Stadt immer besser erkannt wird. Sie wollen vermitteln, daß die vornehme Größe der damaligen fleißigen Bürger als Ansporn und Achtung für sich selbst und die Jugend dient.

 

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